Diese Woche stand einer der wichtigsten Termine an: Ich wollte mir das Krankenhaus, in dem Peanut voraussichtlich auf die Welt kommen wird, anschauen! Dienstag Abend war es soweit, der Mann wollte mit und wir machten uns auf den Weg. Das Krankenhaus ist ca. 10 Minuten Fahrtweg von unserem Zuhause entfernt – kein Problem also.

Eine wichtige Frage wollte ich stellen: Wird der Kreißsaal im Dezember geöffnet sein? – Wenn sich das im ersten Moment für dich komisch anhört, ich kann es verstehen. Aber im letzten Jahr war es tatsächlich so, dass im Dezember für ein paar Tage geschlossen war (auch nicht komplett, aber es war wohl nur die Notbesetzung da). Die Presse hatte daraus eine komplette Kreißsaal-Schließung gemacht und die Hebamme war dementsprechend ziemlich genervt von der Frage – aber das habe ich erst später erfahren.

Wir waren etwa 30 Schwangere mit Begleitung und es war echt richtig voll. Und natürlich musste ich immer ein bisschen schauen, wer denn wohl vielleicht zum gleichen Zeitpunkt wie ich entbinden würde – aber anhand des Bauches ist das sehr schwer zu erkennen. Da war wirklich alles vertreten – Frauen, die überhaupt gar nicht schwanger aussahen bis zu jenen, bei denen man das Gefühl hatte, es geht direkt im gleichen Moment schon los.

Die erste Stunde stand unter dem Thema Power Point Präsentation – sehr unterhaltsam gemacht, aber eher für den Mann zur Einstimmung. Dann kam der Kinderarzt, ein Herr Erdmann – und ich finde, es ist beschlossene Sache, dass er unser Kinderarzt (auf Station) wird. Dagegen ist er jetzt wehrlos.

Der Vortrag war an sich ganz interessant, aber wirklich spannend wurde es dann auf der Geburtsstation. Denn mal ehrlich: Deswegen war ich vor allem gekommen!

Insgesamt bietet das Krankenhaus 4 Kreißsäle an. Alle sind gleich ausgestattet, mit Geburtswanne, Bett, Hocker, Sessel… Ich empfand es als sehr großzügig und freundlich eingerichtet.

Die normalen Zimmer sind 2-Bett Zimmer und es gibt die Möglichkeit für ein Daddy-In – sprich, man kommt nicht mit einer weiteren Schwangeren ins Zimmer, sondern darf für 45 € die Nacht den Papa (oder eine andere Begleitperson) im Zimmer haben. Es gibt Buffet in einem anderen Raum, es wird viel Wert darauf gelegt, dass das Kind 24/7 bei der Mama ist. Allerdings sind die Schwestern/Hebammen auch da, wenn man niemanden hat und einfach nur mal duschen möchte – es gibt dann auch eine Art „Kinderzimmer“.

Außerdem gibt es noch einen Wickelraum, der mich ein bisschen an eine Legebatterie erinnerte. In der Mitte standen 8 Tische, über jedem eine Wärmelampe und darunter Schränke mit Kleidung für die Würmchen. Im gleichen Zimmer standen auch ein paar Sofas und war der Durchgang zum Untersuchungszimmer (für die U-Untersuchungen).

Alles in allem fand ich es für ein Krankenhaus ganz schön gestaltet, dennoch wünsche ich mir jetzt mehr denn je eine ambulante Geburt – und hoffe, dass ich da schnell wieder weg kann. Auch wenn alles so nett und freundlich war – zu Hause ist es doch am Besten. Und die Nachsorgehebamme habe ich ja bereits – da sollte also auch nichts passieren.

Im Oktober werde ich nochmal zur Hebammen-Sprechstunde ins Krankenhaus gehen und mich vorab anmelden und meine Wünsche äußern, gerade was die ambulante Geburt angeht. Nach der Geburt entscheide ich dann, wie ich mich fühle und ob ich noch 2 Tage bleibe – oder flüchte.

Die Gedanken an das kleine Würmchen und die Geburt haben mich diese Woche auf jeden Fall super abgelenkt und ich habe kaum einen Gedanken an die Hochzeit in 2 Wochen verschwendet. Wäre ich nicht schwanger, würde ich mich wahrscheinlich komplett verrückt machen, aber so haben sich die Prioritäten verschoben.

Dennoch: Bald sind der Mann und ich verheiratet!

Autor

Kaffeesüchtig, Hundemama und bald Peanut-Mama. Alles andere als spießig, ständig Fernweh-geplagt und mit viel Konfetti im Kopf.

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