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Mama

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Die Hochzeit ist vorbei, die Flitterwochen auch. Ich bemühe mich, meinen neuen Nachnamen überall anzugeben und gerade am Telefon klappt das noch nicht ganz so super.

Ich freue mich immer noch, dass Anika und der Räuber bei unserer Hochzeit dabei waren. Die beiden waren eine riesige Hilfe – vor allem beim Dekorieren und Herrichten. Ich dachte ja, ich könnte das mal eben fix alleine wuppen – aber mit Anikas geübtem Blick und Hilfe wurde es so richtig, richtig schön. 🙂

Hilfe. Nächste Woche ist die Woche der Hochzeit. Total verrückt – und alles steht Kopf. Es sind noch 100 Dinge zu erledigen und ich vergesse immer wieder die Hälfte (mindestens). Peanut strampelt, tritt gegen die Rippen und scheint quietschvergnügt – während ich immer irgendwie versuche, eine Kleinigkeit zu essen in der Nähe zu haben.

Mein Appetit ist grenzenlos und ich habe mich nicht mehr auf die Waage getraut. Vor allem Reiswaffeln sind das Non-Plus-Ultra und Balisto. Leider ist meine Neurodermitis wieder schlimmer geworden und ich bin nicht sicher, ob es nicht vielleicht sogar mit dem Essen zu tun hat.

Bevor ich meinen Sohn so richtig kennengelernt habe, habe ich schon immer gesagt, dass er sehr gütig ist.
Eigentlich ist das heutzutage ja kein gängiges Wort mehr, aber wann immer ich an ihn gedacht habe, kam mir das Wort in den Sinn. Und deswegen, liebe Nicole:

Wie würdest du Peanut beschreiben?

So langsam werde ich echt aufgeregt und frage mich, wie das Leben mit Kind so sein wird. Ich habe mir zum Beispiel Gedanken gemacht, was mir wohl am meisten Spaß machen wird und worauf ich mich am allermeisten freue. Und deswegen will ich von dir wissen:

Worauf hast du dich, bevor du die Schildkröte bekommen hast, am meisten gefreut – und ist es auch genauso eingetroffen?

Neben der Kliniktasche braucht es ja auch eine Erstausstattung fürs Kind. Da Peanut zwar nicht unbedingt unser erstes Kind ist (unser Hund hat diese Position), aber eben doch andere Bedürfnisse hat als so ein Vierbeiner, müssen wir uns komplett neu einrichten. Wobei – so ganz stimmt das nicht, denn ein Bettchen haben wir bereits – mein altes Gitterbett kommt in das Kinderzimmer, natürlich mit einer neuen Matratze.

Aber: Was braucht man sonst noch? Ich fürchte, das wird wieder eine lange Liste… Gut, dass ich mir so früh schon Gedanken mache und mir Anika wieder zur Seite steht.

Ich wollte nie eine Smartwatch habe. Eigentlich bin ich nicht der Typ, der alle technischen Spielerein haben muss. Diese ganze Smarthomegeschichte ist nicht mein Ding. Alexa und co sind für mich Dinge, die die Welt nicht braucht. Mein Auto ist auch kein technisches Wunder, da hab ich mein Auxkabel und keine Freisprechanlange.
Mein Fernseher ist Internetfähig, weil das halt dabei war.

Ich habe letztens einen Artikel im Focus gelesen, dass das Familienbett gut für das Kind sei.
Meine persönlichen Erfahrungen, werde ich sicherlich auch noch mal dazu zum Besten geben, denn es ist ein Thema, dass mir viel durch den Kopf geht. Ist es doch etwas, was umstritten ist und, wo man Eltern wirklich in „ja“ oder „nein“ einteilen kann. Deswegen interessiert es mich, wie du, liebe Nicole darüber denkst. So ganz ohne Vorkenntnisse oder Erfahrungen. Und Moe im Bett zählt da jetzt nicht.