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Bevor ich gleich mit meinem Geburtsbericht beginne, möchte ich dich warnen. Falls du gerade schwanger bist, ein Kind planst oder zart besaitet bist, kommt hier eine Triggerwarnung: Ich schildere hier den Ablauf meiner Geburt, soweit ich mich erinnere. Es könnte eklig und emotional werden.

Erster Teil: Vorher.

Der Entbindungstermin war Montag, der 02.12.2019. Zu diesem Zeitpunkt tat sich aber – rein gar nichts. Ein wenig Vorwehen, ja, aber nichts, was auf dem CTG darauf schließen ließe, dass Peanut sich auf den Weg machen würde.

…und dabei ist noch gar nicht Ostern.
Als Nicole mit der Idee zu Miss Wunder auf mich zu kam, war für mich klar, dass ich das will.
Ich war immerhin die Singlemum, die sich mutig vom betrügerischen Freund getrennt hat. Die gestrandete, die auch ihren Vater verloren hat. Immerhin könne ich von meiner Geschichte erzählen und anderen Mut machen. Oder? Mutmachende Geschichten, dass das Leben immer weiter geht. Und irgendwie habe ich nicht nur Mann, Haus und Kinder verloren, sondern auch mich.

Ich liebe den Winter. Die Dunkelheit, die Heimlichkeit, die Gemütlichkeit.
Die kurzen Tage, die zum Verweilen einladen, zum Nichtstun.
Alle Lichterketten mit einem Timer versehen, damit sie schon an sind, wenn man nach Hause kommt.
Im Haus ist es warm und es gibt Kaffee und Kakao in großen Tassen.

Jetzt ist es also soweit: Die 39.SSW ist angebrochen und es kann jederzeit losgehen. Wie spannend! Noch bin ich aber eher entspannt als angespannt. Nur meinen Körper, den hätte ich gerne so langsam wieder für mich. Beim Socken anziehen, zum Beispiel. Oder wenn ich mal wieder Sodbrennen habe. Wenn Peanut auf meine Blase drückt.

Ja, die Zeit rast. Und diese Woche hätte ich wieder einen Termin gehabt, bei der Hebamme – aber auch bei der Ärztin. Nun kam mal wieder alles anders als geplant.

Dienstag Nachmittag ist jetzt immer meine Zeit: Da habe ich den Termin zum CTG und dieses Mal wäre eben auch ein Ultraschall dran gewesen. Ich bin also auch fest davon ausgegangen, dass ich Peanut wieder sehen würde.

Diese Woche war wieder eine sehr Spannende für mich. Nicht nur, dass ich die ersten Senkwehen hatte (aua, die tun wirklich, wirklich weh!) – ich hatte auch wieder einen Termin zum CTG.

Einerseits denke ich mir, dass um so eine Schwangerschaft ein ganz schönes Bohei gemacht wird. Das Kind wird schon auf die Welt kommen, wenn es soweit ist und bei mir gab es bislang wirklich keinen Grund zur Besorgnis. Ich hab kein Zucker, kein Bluthochdruck, keine Wassereinlagerungen. Mal Schmerzen hier und da, ja. Mal Muskelkater. Mal Müdigkeit, mal ein bisschen schwach. Aber nix Ernsthaftes.

Die 35. SSW stand ganz im Zeichen von Mutterschutz und Namen finden. Am Montag den 21.10. hatte ich tatsächlich meinen ersten, freien Tag und bin seitdem im Mutterschutz. Bisher fühlt sich das ziemlich merkwürdig an und ich habe eher das Gefühl, überflüssig zu sein als das ich mich wirklich erholen könnte. Dabei liest man überall, wie wichtig es jetzt in dieser Zeit ist, Kraft zu sammeln für die Geburt und die Zeit danach.

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